Patenfeuerwehren  

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Gründung des Vereins

Aufgezeichnet aus den Protokollbüchern des Vereins

Das erste Protokollbuch der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Schlüsselfeld beginnt mit folgendem Eintrag:
Schon seit längerer Zeit keimte in mehreren Bewohnern unseres Städtchens der Wunsch, nach dem Muster der bayerischen Feuerwehren auch hier ein solch Segenbringendes Institut ins Leben zu rufen. Dieser Gedanke wurde genährt und bestärkt durch das kgl. Bezirksamt Höchstadt a. d. Aisch. So geschah es, dass sich auf Veranlassung des Herren Bezirksassessors Hauer von dort am 20.März 1871 ein großer Teil der Bürger und Bürgerssöhne von Schlüsselfeld in der Ostermann schen Gastwirtschaft" (heute Gasthof Zum Storch") dahier Versammelte,um zur Gründung eines Feuerwehrvereins zu schreiten.Von den Anwesenden erklärten sofort 47 durch Unterschrift ihren Beitritt zu genanntem Verein und zwar 42 als aktive und 5 als passive Mitglieder. Es wurde alsdann beschlossen, am 26.März eine Versammlung abzuhalten, um den Verein förmlich zu gründen.
Die an diesem Tag erschienenen Mitglieder wählten nach den Satzungen der Freiwilligen Feuerwehr Höchstadt a. d. Aisch, welche mit geringen Abänderungen unserem Vereine zu Grunde gelegt wurden, zum Hauptmann Herrn Christian Scheubel, als 1. Adjutanten Herrn Franz Zipfel und zum 2. Adjutanten Herrn Andreas Luy, zu Vertrauensmännern die Herren Franz Georg Scheubel, Michael Josef Graf und Josef Klein, welche sich sämtlich zur Annahme der ihnen angebotenen Chargen bereiterklärten.
Zwei Tage später war Ausschusssitzung, bei welcher man beschloss, die distriktpolizeiliche Genehmigung zur Anerkennung unseres Vereins einzuholen, welche das kgl. Bezirksamt Höchstadt a. d. Aisch am 23.Mai erteilte.

 

Zusammengefasste Geschichte:

Eine zündende Idee:
Aus dem ersten Protokollbuch der Freiwilligen Feuerwehr Schlüsselfeld ist zu entnehmen, dass am 20. März 1871 auf der Gründungsversammlung 47 Anwesende ihren Beitritt zum Feuerwehrverein erklärten, 42 aktive und 5 passive Mitglieder. Bis zum Ende des selben Jahres wuchs ihre Zahl auf siebzig. Am 22. März 1871 beschloss man auf einer Ausschusssitzung, die distriktpolizeiliche Genehmigung zur Anerkennung des Vereins einzuholen. Diese wurde am 23. Mai 1871 vom kgl. Bezirksamt Höchstadt a. d. Aisch erteilt.

Aller Anfang ist schwer:
Am 15. Juni 1871 bat man die Stadtverwaltung, den Verein finanziell zu unterstützen. Sie bewilligte 100 Gulden. Das schien nicht zu reichen. Am 12. Dezember 1871 ersuchte man noch einmal um eine Geldsumme zur Beschaffung von Feuerhaken, Leitern, Schlauchgabeln, Helmen und Gurten. Auch das wurde bewilligt. Schlossermeister Mayer und Seilermeister Maid wurden vertraglich verpflichtet, bis Lichtmess 1872 zwölf Steiger- Beile, Karabinerhaken, größere und kleinere Ringe und zwölf Seile zu 70m Länge zu erstellen.

Und nun kann s losgehen:
In den ersten Jahren kam noch mehr Gerätschaft dazu. Steiger- und Dachleitern, Einreißhaken, Schläuche, Schlauchkarren, Löschmaschinen, Laternen, Wasserfass, Signalhörner, ausgediente Militärhelme. Ein Feuerwehr- Exerziermeister aus Bamberg bildete die Mannschaften aus. An allen Sonn- und Feiertagen wurde geübt. Säumige belegte man mit einer Strafe von sechs Kreuzern. 1873 baute man für 32 Gulden ein Steigerhaus. Die hohen Ausgaben wurden für Mitgliedsbeiträge, Spenden und Zuschüsse bestritten. Ihre Feuertaufe bestand die junge Wehr am 31. Januar 1873 beim Brand im Brauhaus des Gastwirts Scheubel in Thüngfeld. Hierzu kam die Feuerwehr Burghaslach zu Hilfe. Auch weiterhin pflegt man zu Nachbarwehren gute Kameradschaft und tauschte Erfahrungen aus.

Nach dem ersten Strohfeuer:
Bald legten sich die ersten Wogen der Begeisterung. Als wegen Personalmangels bei einem Brand die große Spritze nicht bedient werden konnte, entschloss man sich zur Androhung einer Pflichtfeuerwehr, wenn es nicht edler erscheine, sich anstatt gezwungen, freiwillig einer so menschenfreundlichen und wohltätigen Sache hinzugeben". 1876 schloss man sich dem Bezirksfeuerwehrverband an. Trotzdem blieben die Übungen schlecht besucht. Es kam sogar zu Gehorsamsverweigerungen. Nach der neuen Distriktfeuerlöschordnung mussten nun in allen Gemeinden Pflichtfeuerwehren errichtet werden. Die Löschpflichtigen von Schlüsselfeld, Thüngfeld und Attelsdorf wurden der Feuerwehr Schlüsselfeld unterstellt, woraufhin Thüngfeld eine eigene Wehr aufstellte.

Zwischen den beiden großen Kriegen:
Das erste gefallene Mitglied im ersten Weltkrieg war Kilian Schuster. Nach Errichtung einer Wasserleitung in der Stadt bildete man die Männer in der Bedienung der Hydranten aus. Dann konnte der Verein sein 50- und 60-jähriges Bestehen feiern. Aber immer noch litt er unter Gewohnheitsdrückebergern" und Besserdünkern", von denen man ihrer 18 Mann kurzerhand aus dem Verein ausschloss. 1935 wurde die Feuerwehr als erste Luftschutztruppe verwendet und arbeitete mit der Gendarmerie zusammen. Im zweiten Weltkrieg wurde der Brandschutz von nur wenigen Männern provisorisch aufrechterhalten.

Von da an ging s bergauf:
Obwohl die Wehr 1949 den Brand im Treppenhaus und im Dachstuhl des alten Rathauses sowie den Brand des Anwesen Scheubel am 10.03.1955 löschen konnte, musste man daran gehen, das Feuerwehrwesen in Schlüsselfeld neu zu organisieren. Am 4.04.1955 leitete Bürgermeister Kaspar Herbst die Versammlung zum Neuaufbau der Feuerwehr. Erster Vorstand wurde Michael Kilian, Kommandant Xaver Fischer. Von da an begann der Aufbau einer modernen Wehr mit drei Löschzügen zu je zwei Gruppen. Ein Absperrkommando aus zwei Gruppen wurde errichtet, ebenso Lotsen als Posten an den Ortseingängen und eine Sanitätsgruppe. Unter Führung von Kommandant Fischer und der Löschmeister Georg Stumpf, Günter Schmitt und Franz Jäger begann die intensive, fachmännische Schulung der Männer. Das Jahr 1955 verzeichnete dreißig Übungen. Anlässlich des 85- jährigen Gründungsfestes wurde 1956 die Fahne eingeweiht, die aus Spenden der Bevölkerung finanziert wurde. Die Feuerwehr Höchstadt übernahm die Patenschaft über den Verein. 1963 wurde Schlüsselfeld zur Stützpunktwehr und bekam für den zivilen Bevölkerungsschutz stationär ein LF16. Bis heute hat der Verein nicht annähernd die Nachwuchssorgen wie in früheren Zeiten. 1971 beging die Feuerwehr Schlüsselfeld ihr 100- jähriges Bestehen. Sie krönte ihr Werk durch die Erstellung eines modernen Feuerwehr Gerätehauses im Dienste der Gemeinschaft und wird dazu beitragen, die Aufgaben der Feuerwehr auch in Zukunft zu erfüllen.